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Bass

Thomas Unternährer

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  Auch ich begann meinen musikalischen Werdegang, wie unsere Sängerin Susanne, bei den Lord-Singers, einem kirchlichen Jugendchor mit Band, in Emmenbrücke. Mein damaliger Schulkollege, Severin Bucher, zupfte dort den Bass. Als er den Chor dann verlassen wollte, suchte er einen Nachfolger. Da Severin um mein Wohlgefallen für sein Instrument wusste, frage er mich an. Obwohl ich damals weder Bass spielen konnte noch ein Instrument besass, sagte ich zu. Nach ein paar Übungsstunden auf meinem neu erstandenen Fender Jazzbass mit Severin war ich auch schon in der Band dabei. Die damalige Chorleiterin verlor ob meiner Spielkunst zwar nie die Fassung, hielt mich aber stets an, schön leise zu spielen. Um nicht mehr Flurschaden als nötig anzurichten, beschloss ich Bassunterricht zu nehmen. Ein entsprechendes Zeitungsinserat von einem damals im Blindenheim Horw wohnenden, stark sehbehinderten, etwa 30-jährigen emigrierten Polen namens Christof Kwiatkovski, mit recht guten Deutschkenntnissen, kam mir gerade gelegen. Ich rief ihn an, und schon bald trafen wir uns zur ersten Unterrichtstunde im Blindenheim. Christof hatte noch in Polen irgendwie einen PW- Fahrausweis erworben, jedoch kaum Ahnung vom Autofahren. Ich war damals 23 und hatte die Autoprüfung gerade bestanden. Kurz und gut; der Deal hiess Bassunterricht gegen Autofahrstunden…! Aber eins könnt ihr mir glauben, obwohl auch ich Langsamstarter war, kostete mich der Deal sehr viel mehr Nerven!!! Christof hatte sich einen alten Ford Taunus, nicht gerade ein Kleinwagen, erstanden. Nachdem er das Manövrieren auf einem Parkplatz geübt hatte, wollte er auch schon in die Stadt. Also fuhren wir Richtung Pilatusplatz. Damals gab es da noch keine Ampeln. Eine Politesse auf einer Kanzel in der Mitte des Platzes regelte den Verkehr. Wir näherten uns der Kreuzung und das Handzeichen der Frau in Uniform, mit den weissen Handschuhen, zeigte unmissverständlich auf Stopp. Christof: „Ist da ein Polizist?“ Ich: „Ja“. Dann Christof: „Was macht er? …!“ Oder wir fuhren über den Sedel und Christof touchierte mit den Rädern mehrfach gefährlich die Randsteinkante. Christof: „Scheiss Strasse, viel zu schmal…!“ Nachdem er dann am Seetalplatz fast noch einen Töfflifahrer vom Sattel geholt hatte, war die erste Fahrstunde zu Ende. Kurze Zeit später erhielt Christof eine bessere Brille, so dass ich es verantworten konnte, unsere Abmachung fortzusetzen. Christof war ein sehr guter Lehrer. Uns verband eine gute Freundschaft. Später wanderte er nach Amerika aus. Musikalisch ging’s dann weiter bei „Eliashouse“, einer Emmer Rockband, und auch wieder mit der von mir sehr geschätzten Susanne zusammen. Anschliessend folgten zehn Jahren Flaute in Sachen Musik machen, bis ich von der Band „Dur-Mix“ angefragt wurde. Ich freute mich über das Angebot, sagte zu, und spiele nun seit 6 Jahren wieder mit viel Freude und Begeisterung Bassgitarre.
Musik kann bei mir tiefe Emotionen auslösen, ob bei einem Konzert, wie zuletzt bei Marla Glen im Stadtkeller, oder auch beim selber spielen bei Dur-Mix. Musik ist ein wichtiger Teil in meinem Leben und steigert meine Lebensqualität.

Thomi